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29.06.2026 Andrea Zietzschmann lässt ihren Vertrag als Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker nach elf Jahren im Amt im August 2028 auslaufen

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, wird ihren zu August 2028 auslaufenden Vertrag nicht ein drittes Mal verlängern. Der Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Stefan Evers, erklärt hierzu: „Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2017 prägt Andrea Zietzschmann die Stiftung Berliner Philharmoniker mit außergewöhnlicher strategischer Kompetenz. Sie hat die internationale Vernetzung dieser Institution deutlich gestärkt und die Philharmonie Berlin mit viel Leidenschaft und Energie für neue Publikumsschichten geöffnet. Gemeinsam mit Chefdirigent Kirill Petrenko sichert sie die künstlerische Exzellenz eines der bedeutendsten Orchester der Welt und trägt wesentlich zur internationalen Strahlkraft der Berliner Philharmoniker bei. Ihren Wunsch, den Vertrag nicht zu verlängern, habe ich daher mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Mit ihrem Abschied 2028 verliert die Stiftung Berliner Philharmoniker eine herausragende Kulturmanagerin, deren Weitblick, Integrität und unermüdliches Engagement das Profil des Hauses weit über die Stadt hinaus gestärkt haben. Berlin ist ihr zu großem Dank verpflichtet.“ Der Orchestervorstand der Berliner Philharmoniker, Eva-Maria Tomasi und Walter Küssner, erklärt: „Wir schätzen die engagierte und zukunftsweisende Zusammenarbeit mit Andrea Zietzschmann sehr und freuen uns auf die kommenden Jahre mit ihr. Wir möchten ihr an dieser Stelle schon für die bisherige Arbeit sehr herzlich danken. Sie hat die Stiftung mit klarem Blick durch erfolgreiche und anspruchsvolle Zeiten geleitet. Gleichzeitig sind wir ihr sehr dankbar, dass sie uns frühzeitig über ihren Entschluss informiert hat, ihren Vertrag nicht über 2028 hinaus zu verlängern. Dadurch haben wir die Möglichkeit, gemeinsam mit den Kulturverantwortlichen des Berliner Senats ihre Nachfolge mit der nötigen Weitsicht und Sorgfalt zu regeln.“ Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, erklärt: „Andrea Zietzschmann hat ihr Amt zwei Jahre vor mir angetreten und war somit meine ganze bisherige Zeit bei den Berliner Philharmonikern meine Intendantin. Sie war von Anfang an unablässig bemüht, mir alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit ich mich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren konnte, und hat mit Energie, Ausdauer und steter Loyalität den Weg geebnet, der die gemeinsamen Erfolge der letzten Jahre erst ermöglicht hat. Besonders denke ich auch an die schwierige Zeit sehr bald nach meinem Amtsantritt, als die Pandemie einen regulären Spielbetrieb unmöglich machte. In dieser Phase hat sie mit sicherer Hand das Orchester und die Philharmonie durch diese herausfordernden Zeiten geführt, genauso wie sie in den letzten Jahren stets souverän auf die so oft und schnell wechselnden politischen Verhältnisse reagiert hat. Für all das bin ich ihr zu größtem Dank verpflichtet und wünsche ihr für die Zukunft nur das Allerbeste.“ Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, erklärt: „Die vergangenen Jahre mit den Berliner Philharmonikern und Kirill Petrenko waren für mich eine unvergessliche Erfahrung. Die herausragende Qualität und Energie des Orchesters haben meine Arbeit geprägt und beflügelt, viele großartige, bewegende Konzerte werden mir für immer im Gedächtnis bleiben. In der Zusammenarbeit mit den engagierten Gremien und Teams im Haus konnten wir viele wichtige Weichen stellen, ich sehe das Orchester und die Philharmonie für die Zukunft gut aufgestellt. Nach dann elf Jahren im Amt wird es für mich 2028 an der Zeit sein, einen neuen Weg zu gehen. Die für 2032 anstehende Generalsanierung der Philharmonie wird zudem eine Intendanz erfordern, die gut in die Materie eingearbeitet ist und dieses anspruchsvolle Projekt langfristig begleitet. Der von mir gewählte Zeitpunkt für einen Wechsel soll hierzu beitragen. Bis dahin werde ich mich weiterhin mit aller Kraft für dieses wunderbare Orchester und diese in der Welt der Kultur einzigartige Institution einsetzen. Darauf freue ich mich sehr.“


30.04.2026 30 Jahre Hamburger Bahnhof

2026 feiert der Hamburger Bahnhof seinen 30. Geburtstag mit einem vielseitigen Jahresprogramm: Acht neue Ausstellungen sowie Performances, Konzerte und Konferenzen tragen das Museum weit über seinen Standort in den Stadtraum hinaus. Erfolgreiche Formate wie Open House oder Berlin Beats werden fortgeführt und erweitert. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz die Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen diskutiert und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Berlin ist ein Ort ständiger Bewegung und Aushandlung, an dem sich künstlerische, politische und migrantische Wege begegnen. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums präsentiert der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart eine neue Sammlungspräsentation zur Berliner Kunstszene im globalen Dialog von 1989 bis heute. Über 70 Werke von mehr als 50 Künstler*innen, darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videoinstallationen, spiegeln Berlins Mythos von Hedonismus und Subkultur im internationalen Kontext.


29.04.2026 Literaturempfehlung :"Das Narrenschiff"

In seinem fulminanten Gesellschaftsroman lässt Christoph Hein Frauen und Männer aufeinandertreffen, denen bei der Gründung der DDR unterschiedlichste Rollen zuteilwerden. Er begleitet sie durch die dramatischen Entwicklungen eines Staates, der als das bessere Deutschland gelten wollte und nach 40 Jahren nahezu spurlos verschwand. Sind die Menschen, die dort einmal lebten, dem Vergessen anheimgefallen und ihre Träume nur ein kurzer Hauch im epochalen Wind der Zeitläufte? Christoph Hein lässt sie zu Wort kommen: überzeugte Kommunisten, ehemalige Nazis, verstrickte Funktionäre, kritische Intellektuelle, Schuhverkäufer, Kellner, Fabrikarbeiter, Hausmeister, auch einen hohen Stasi-Offizier. Doch zunehmend erleben sie die neue Gesellschaft als ein Narrenschiff, dessen Kurs auf immer bedrohlichere historische Klippen zusteuert. Mit scharfem Blick und literarischer Kraft zeichnet Hein ein facettenreiches Panorama zwischen Ideologie, Anpassung und stillem Widerstand.


21.04.2026 Neuer Staatssekretär in der Kulturverwaltung

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, Herrn Staatssekretär Oliver Friederici von seinen Aufgaben zu entbinden. Als Nachfolger wurde Herr Staatssekretär a.D. Alexander Straßmeir aus dem Einstweiligen Ruhestand berufen. Er wird dem Senat Berlin als Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ab Freitag, 24. April 2026, zur Verfügung stehen. Alexander Straßmeir war zuletzt Präsident das Landesamt für Gesundheit und Soziales, davor Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Er ist Verwaltungsjurist, trat 1989 in den Dienst des Landes Berlin ein und hat vielfältige Positionen in der Verwaltung absolviert, darunter fünf Jahre als Staatssekretär für Justiz. Er war rund neun Jahre Oberkonsistorialrat bei der evangelischen Landeskirche und bringt aus dieser Zeit hervorragende Kenntnisse und ein gutes Verständnis für Religionsgemeinschaften mit.


30.03.2026 Berliner Bühnen sind Publikumsmagneten – mehr als 3,3 Millionen Gäste in 2025

Die Berliner Bühnen und Orchester blicken 2025 auf Veranstaltungen mit einer erneut gewachsenen Publikumsfrequenz zurück. Die institutionell geförderten Theater, Orchester und Tanzgruppen konnten im abgelaufenen Jahr 2025 in Berlin deutlich über 3 Millionen zahlende Besucherinnen und Besucher zählen.